Der Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall warnt, dass das große deutsch-französische Panzerprojekt MGCS scheitern könnte.
Seit rund zehn Jahren arbeiten Deutschland und Frankreich zusammen an einem neuen Panzer, dem MGCS (Main Ground Combat System). Er soll den deutschen Leopard 2 und den französischen Leclerc ersetzen. Jetzt hat der Chef von Rheinmetall, Armin Papperger, gesagt: Es ist gut möglich, dass dieses Projekt bald vorbei ist. Der Grund: Frankreich will viel weniger Geld dafür ausgeben – weniger als die Hälfte von dem, was eigentlich geplant war. Bisher haben alle vier beteiligten Firmen zusammen nur 25 Millionen Euro bekommen. Für so ein großes Rüstungsprojekt ist das extrem wenig.
Was das Ganze noch schwieriger macht: Die politische Stimmung in Europa ist gerade so, dass jedes Land seine eigene Rüstungsindustrie schützen will. Große Firmen wie KNDS in Deutschland oder staatliche Hersteller in Frankreich sollen nicht zusammengelegt werden, weil die Regierungen weiter mitbestimmen wollen. Papperger sagt, ohne politische Unterstützung für eine Zusammenarbeit wird sich in Europa nicht viel bewegen.
