In einem Vorort von Paris wurden Waffen in einem Auto nahe einer Synagoge gefunden – die Polizei ermittelt jetzt wegen Terrorverdacht.

Was ist passiert? Am Samstagabend hat die Polizei in Sarcelles, einer Stadt nördlich von Paris, ein verdächtiges Auto entdeckt. Das Auto stand direkt neben einem Kino und etwa 500 Meter von einer Synagoge entfernt. Die Polizei hat das Gebiet abgesperrt und rund 300 Menschen in Sicherheit gebracht – darunter Leute aus dem Kino und aus Restaurants. Spezialisten haben das Auto untersucht und zum Glück keinen Sprengstoff gefunden. Im Kofferraum lag aber ein Sturmgewehr vom Typ Kalaschnikow mit mehreren Magazinen und eine geladene Pistole. Das Auto war als gestohlen gemeldet, und die Kennzeichen waren teilweise entfernt worden.

Wer hilft? Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris hat die Ermittlungen übernommen. Mehrere Spezialabteilungen der Polizei arbeiten zusammen, darunter der Inlandsgeheimdienst DGSI und die Polizei des Départements Val-d'Oise. Innenminister Laurent Nuñez hat im Fernsehen gesagt, die Sicherheitskräfte seien sehr schnell gewesen. Die Polizei hat außerdem die Überwachung an sensiblen Orten wie Synagogen, Moscheen und Schulen verstärkt. Der Präsident der jüdischen Gemeinde von Sarcelles, Moïse Kahloun, hat sich geäußert und gesagt, dass man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher sagen könne, ob die jüdische Gemeinde das Ziel war.