Ein Virus-Ausbruch auf dem Schiff "Hondius" ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast überstanden.
Auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus angesteckt, genauer mit der südamerikanischen Andes-Variante. Insgesamt wurden 13 Fälle gezählt, darunter drei Menschen, die an der Infektion starben. Die erste erkrankte Person war ein 70-jähriger Mann, der das Schiff bestiegen hatte, bevor er richtig krank wurde. Er steckte seine Frau an, später gab es zwei weitere Wellen von Übertragungen an Bord. Dann wurden strenge Schutzmaßnahmen ergriffen und das Virus breitete sich nicht weiter aus. Das Schiff legte schließlich im Mai auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa an, von wo aus die rund 150 Passagiere aus 23 Ländern ausgeflogen wurden.
Viele Helferinnen und Helfer haben schnell reagiert: Das Robert Koch-Institut in Deutschland, die WHO und Gesundheitsbehörden in Südafrika, Spanien und den Niederlanden haben alle Kontaktpersonen der Erkrankten nachverfolgt. Die Quarantäne- und Beobachtungszeiten sind in Südafrika, Spanien und den Niederlanden inzwischen beendet. Nur noch 30 Kontaktpersonen weltweit werden weiter beobachtet. Die WHO hat zudem erklärt, dass das Virus nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragen wird - das ist laut den Experten ein großer Unterschied zum Coronavirus. Außerdem haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass es sich um eine schon lange bekannte Variante handelt und nicht um eine neue, gefährlichere Form.
