Im Kongo startet eine große Studie, die zwei Ebola-Medikamente an echten Patientinnen und Patienten testet – und damit vielleicht Leben retten kann.

Was ist passiert? Im Kongo gab es im Mai einen großen Ausbruch der Ebola-Variante Bundibugyo. Mehr als 1.400 Menschen haben sich nachweislich angesteckt, über 400 sind gestorben. Gegen genau diesen Ebola-Typ gibt es bisher kein zugelassenes Medikament. Deshalb hat die WHO jetzt eine klinische Studie gestartet, in der zwei antivirale Wirkstoffe getestet werden – also Medikamente, die das Virus direkt bekämpfen sollen. Es wird auch geprüft, ob beide Mittel zusammen noch besser wirken.

Wer hilft? Viele Menschen und Organisationen arbeiten zusammen. Die Studie wird von Amanda Rojek geleitet, einer Professorin von der Universität Oxford. Vor Ort kümmern sich Ärztinnen, Ärzte und Helfer darum, dass die Patienten versorgt werden und die Studie sicher abläuft. Der kongolesische Gesundheitsminister Roger Kamba sagt, die Studie gebe den Patienten und ihren Familien Hoffnung. Auch der Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, unterstützt das Projekt und sagt: Mit wirksamen Therapien könnten noch viel mehr Leben gerettet werden.