Im Osten der Demokratischen Republik Kongo wütet die größte je dokumentierte Ebola-Epidemie des Bundibugyo-Typs, doch in vielen Medien steht sie kaum im Fokus.
Was ist passiert? Vor etwa einem Monat hat sich im Ostkongo das Ebola-Virus ausgebreitet. Die offizielle Zahl der bestätigten Fälle liegt inzwischen bei über 1.000, mehr als 360 Menschen sind gestorben. Das Besondere: Es ist der bislang größte Ausbruch des Bundibugyo-Stamms, der erst seit 2007 bekannt ist. Vorher hatte dieser Virustyp nur zwei kleine Ausbrüche mit zusammen 193 Fällen verursacht. Gerade weil die frühen Symptome leicht mit normalen Krankheiten verwechselt werden können, ist schnelles Erkennen so wichtig.
Wer hilft? Vor Ort ist die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen im Einsatz. In der Stadt Beni koordiniert Projektkoordinatorin Theresa Berchthold die Arbeit. Die Teams versorgen täglich Dutzende Erkrankte und suchen Wege, die Patienten gut zu isolieren und ihnen trotzdem den Kontakt zu Familie und Freunden zu ermöglichen. Auch die Zahl der Genesungen steigt – laut Behörden von 80 Mitte Juni auf 148 Ende Juni.
