Die USA und europäische Länder können sich nicht darauf einigen, wer neuer Vermittler in Bosnien und Herzegowina werden soll.
Stell dir vor, in deiner Klasse kann sich niemand entscheiden, wer Klassensprecher wird – und dann sagen manche, sie wollen lieber ganz aufhören mitzuhelfen. Genau so etwas passiert gerade in Bosnien und Herzegowina. Seit Mittwoch wird in der Hauptstadt Sarajevo darüber verhandelt, wer nach Christian Schmidt das wichtige Amt des Hohen Repräsentanten übernehmen soll. Dieser Vermittler soll seit 1995 dafür sorgen, dass es zwischen den verschiedenen Gruppen im Land friedlich bleibt. Doch die USA und die europäischen Länder konnten sich bislang nicht auf eine Person einigen.
Christian Schmidt ist ein deutscher Politiker, der das Amt seit 2021 innehat. Er hat im vergangenen Monat gesagt, dass er im Juni aufhört. Er erzählte auch, dass die USA großen Druck auf ihn ausgeübt hätten und dass es Streit um eine Pipeline von Kroatien nach Bosnien gegeben habe. Ein Sprecher der US-Regierung sagte, die USA müssten jetzt überlegen, ob sie sich weiter in Bosnien engagieren wollen. Die USA sagen, Europa habe sich zu unentschlossen verhalten.
