Auf einem Parteitag in Berlin hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann am Samstag überraschend gesagt, dass sie gegen Wolfgang Kubicki um den Vorsitz der FDP kämpfen will.

Stell dir vor, in deiner Klasse soll eine neue Klassensprecherin oder ein neuer Klassensprecher gewählt werden. Alle dachten, es gibt nur eine Person, die antritt. Doch kurz vor der Wahl meldet sich jemand anderes und sagt: Ich will auch! Genau das ist bei der FDP passiert, einer Partei in Deutschland.

Ursprünglich war nur Wolfgang Kubicki als Kandidat für den Chefposten vorgesehen. Er ist 74 Jahre alt und schon sehr lange in der Partei. Doch dann hat Marie-Agnes Strack-Zimmermann ihre eigene Kandidatur erklärt. Sie ist 68 und arbeitet im Europaparlament, wo sie sich um Verteidigungsthemen kümmert.

Damit sie überhaupt antreten konnte, brauchte sie die Unterstützung von mindestens 33 Delegierten – das sind Leute, die auf dem Parteitag abstimmen dürfen. Genau diese Zahl hat sie erreicht. Kubicki fand das gut und bedankte sich bei ihr für den fairen Wettbewerb.