Ein Kreuzfahrtschiff mit vielen LGBTQ-Passagieren durfte in der Türkei nicht anlegen. Die Behörden sagen, das passe nicht zu den „moralischen Werten“ des Landes.

Was ist passiert? Ein großes Kreuzfahrtschiff namens „Scarlet Lady“ wollte am 7. Juli im türkischen Hafen Kuşadası anlegen. An Bord waren vor allem LGBTQ-Reisende. Die Provinzregierung von Aydın sagte aber: Das Schiff darf nicht andocken. Auf der Plattform X schrieb sie, das Schiff sei von Gruppen gechartert, „die für Verhaltensweisen bekannt sind, die mit dem Gefüge unserer Gesellschaft und unseren moralischen Werten unvereinbar sind“. Auch in Istanbul durfte das Schiff nicht anlegen.

Wer hilft? Das US-Reiseunternehmen Atlantis Events hat die Reise kurzerhand umgeplant. Statt in die Türkei fährt das Schiff jetzt nach Kairo in Ägypten und auf die griechische Insel Kreta. Der Chef von Atlantis Events, Rich Campbell, sagte dem Sender CNN, so etwas sei in den 36 Jahren seines Unternehmens noch nie passiert. Er macht das öffentlich, damit alle sehen, dass die Reisenden nur wegen ihrer Identität ausgeschlossen wurden.