In Tschechien hat bei Temelín die Suche nach einem sicheren Platz für alten Atommüll richtig begonnen: Mit einer Probebohrung schauen Fachleute zum ersten Mal direkt unter die Erde.

In der Nähe der Stadt Temelín in Tschechien wurde eine Probebohrung gestartet. Die Bohrmaschine geht ungefähr 100 Meter tief in den Boden. So etwas nennt man Probebohrung: Man bohrt ein tiefes Loch, um Gestein und Wasser im Untergrund zu untersuchen.

Die Gegend liegt ziemlich nah an der Grenze zu Bayern in Deutschland und zu Österreich. Deshalb schauen auch Nachbarländer genau hin, was dort passiert.

Das Ganze ist Teil einer großen Suche: Tschechien sucht einen Ort, an dem alter Atommüll für sehr lange Zeit sicher gelagert werden kann. Solche Endlager müssen den Müll für Tausende Jahre sicher einschließen, damit er niemandem schadet.

Auch an anderen Orten in Tschechien, nämlich Hrádek, Březový potok und Horka, sollen solche Probebohrungen gemacht werden. Erst 2030 wird entschieden, welcher Ort am Ende wirklich genutzt wird.