Immer mehr Weine aus Deutschland sind trocken – und der Trend geht weiter nach oben.

Wein besteht aus Trauben, aber nicht jeder Wein schmeckt gleich süß. Fachleute unterscheiden zwischen trocken, halbtrocken, süß und halbsüß. Trocken bedeutet: Der Wein enthält kaum Restzucker und schmeckt daher weniger süß. Im Jahr 2024 waren 53 Prozent aller geprüften deutschen Weine trocken, 2010 waren es nur 40 Prozent.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) wertet jedes Jahr aus, wie viele Weine welche Geschmacksrichtung haben. Das Institut sitzt in Bodenheim in Rheinhessen, einer der wichtigsten Weinregionen Deutschlands. Die Qualitätsweinprüfung ist eine amtliche Kontrolle, bei der geprüft wird, ob ein Wein die Regeln für Qualitäts- oder Prädikatswein erfüllt.

Auch bei den Rebsorten gibt es Verschiebungen: Weißweine sind beliebter geworden und machen jetzt knapp 70 Prozent des Angebots aus. Rotweine sind weniger gefragt – ihr Anteil sank von 33 Prozent vor 15 Jahren auf 17 Prozent im Jahr 2024. Roséweine liegen stabil bei 13 Prozent.