Bei der WM 2026 gab es zum ersten Mal offizielle Trinkpausen – das hat den Fußball verändert und sorgt jetzt für Diskussionen.
Stell dir vor, ein Fußballspiel wird ständig unterbrochen, damit alle Wasser trinken können. Genau das ist bei der WM 2026 passiert. Insgesamt 104 Spiele gab es und 208 Trinkpausen. Normalerweise dauert ein Spiel zwei Hälften à 45 Minuten. Durch die Pausen fühlte es sich für viele aber an wie vier Viertel. In der zweiten Halbzeit kam die Pause meist zwischen der 69. und 72. Minute.
Der englische Trainer Thomas Tuchel fand das problematisch. Er sagte: Die Trinkpausen änderten den "Charakter" eines Fußballspiels "viel stärker, als ich gedacht hätte". Auch der frühere deutsche Nationalspieler Per Mertesacker meinte, die Pausen hätten zu einem Bruch des Spielflusses geführt. Der ZDF-Experte Fritzy Kromp sagte, die Spiele seien durch die Pausen deutlich verändert worden.
Andere sahen Vorteile: Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte nach dem 7:1 gegen Curaçao, die Pausen seien gut gewesen, um taktische Anpassungen vorzunehmen. Eine Analyse von ZDFheute zeigte, dass in den fünf Minuten nach einer Pause mehr Tore fielen als davor. In neun Spielen drehte eine Mannschaft, die vorher zurücklag, noch das Spiel.
