Eine große Umfrage zeigt: Viele Beschäftigte in Deutschland kennen jemanden im Job, der mit Suchtproblemen kämpft.
Was ist passiert? Forsa hat im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) über 2.000 Berufstätige befragt. Ein Viertel von ihnen – also jeder Vierte – hat in den letzten zwei Jahren im Job jemanden bemerkt, der wegen Alkohol, Cannabis, Medikamenten oder Nikotin auffällig geworden ist. Am häufigsten wurde Alkohol genannt, danach Cannabis und Nikotin. Besonders oft berichten Beschäftigte aus Transport und Logistik darüber, dort waren es 35 Prozent.
Wer hilft? Die DGUV, die Spitzenorganisation der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland, will mit der Umfrage auf das Thema aufmerksam machen. Ihr Chef Stephan Fasshauer sagt, dass problematischer Konsum oft erkannt, aber selten offen angesprochen wird. Die DGUV rät Arbeitgebern, klare Regeln aufzustellen und Hilfsangebote bekanntzumachen, zum Beispiel vertrauliche Beratungen oder Ansprechpersonen im Betrieb.
