Eine große Studie zeigt: Nicht jede Legalisierung führt automatisch zu mehr Konsum – in Märkten mit spezialisierten Cannabis-Shops steigt das Risiko für Abhängigkeit und Psychosen aber deutlich.

Im April 2024 wurde Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert. Eine internationale Studie unter Leitung der britischen Universität Bath hat sich angeschaut, wie sich solche politischen Änderungen zwischen 2000 und 2025 weltweit ausgewirkt haben. Die wichtigste Erkenntnis: In Europa, Afrika und Ozeanien hat eine begrenzte Legalisierung den Konsum kaum verändert. In den USA und Kanada, wo Cannabis in großen Mengen in speziellen Shops verkauft wird, ist der Konsum dagegen deutlich gestiegen – und damit auch die Zahl der Menschen, die Probleme damit bekommen.

Wer hilft jungen Menschen, informiert zu bleiben? In Deutschland warnt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, dass Cannabis die Entwicklung des Gehirns stören kann, das noch bis Mitte 20 wächst. Es kann Konzentration, Gedächtnis und Lernfähigkeit beeinträchtigen. Auch Psychiaterinnen und Psychiater wie Bastian Willenborg betonen, dass Prävention – also Aufklärung, bevor jemand konsumiert – besonders wichtig ist. Studien zeigen, dass Jugendliche, die eine psychotische Störung entwickeln, überdurchschnittlich oft Cannabis in der Vorgeschichte hatten.