Ein Bundesland will einen Plan der Bundesregierung stoppen, der das Elterngeld für Familien verkürzen würde.

Stell dir vor, du bekommst bald Geschwister und deine Eltern bekommen weniger Geld vom Staat, um sich um das Baby zu kümmern. Genau darum geht es gerade in der Politik. Bundesfamilienministerin Karin Prien will, dass das Elterngeld nicht mehr 14 Monate, sondern nur noch 12 Monate lang gezahlt wird. Im Gegenzug soll der maximale Betrag von 1.800 Euro auf 1.900 Euro steigen. Außerdem soll es das Elterngeld nur geben, wenn beide Elternteile jeweils mindestens drei Monate zu Hause bleiben.

Stefanie Drese ist Sozialministerin in Mecklenburg-Vorpommern, also ein Bundesland an der Ostsee. Sie findet den Plan falsch. Sie sagt: Wenn schon heute 70 Prozent der Väter in ihrem Bundesland gar keine Elternmonate nehmen, dann wäre das Elterngeld für viele Familien in Wirklichkeit nur noch neun Monate lang da. Sie nennt den Plan „Sparpolitik statt Familienpolitik“ und meint, die Regierung spare an der falschen Stelle.