Die Forschungsministerin will die versprochene BAföG-Erhöhung kippen – die SPD und Studierendenvertreter laufen dagegen Sturm.
Vielleicht hast du es mitbekommen: Eigentlich sollte das BAföG ab dem kommenden Wintersemester steigen. Der Zuschuss für die Miete sollte von 380 auf 440 Euro raufgehen, und auch der Grundbedarf sollte später angehoben werden. Doch jetzt sagt Forschungsministerin Dorothee Bär von der CSU, sie glaubt nicht mehr an die Erhöhung. Sie findet, der Staat muss sparen, und Studierende könnten ja nebenbei jobben – das sei „kein Drama“.
Die SPD, also der Koalitionspartner, ist sauer. Wiebke Esdar von der SPD sagt, die Finanzierung stehe längst, und Bärs Aussagen seien „schlicht falsch“. Auch Studierendenvertreter wie Matthias Anbuhl vom Deutschen Studierendenwerk wehren sich. Er sagt, die Ministerin habe den Kontakt zur Realität verloren. Nicole Gohlke von der Linken warnt: Wer neben dem Studium nachts kellnern muss, um die Miete zu zahlen, riskiert seine Gesundheit und das Studium. Die Grünen-Politikerin Misbah Khan erinnert daran, dass mehr als ein Drittel aller Studierenden schon jetzt in Armut lebt.
