Die Forschungsministerin Dorothee Bär hat gesagt, dass die geplante Erhöhung des BAföG wohl nicht kommt – das sorgt für mächtig Ärger in der Regierung und bei Studierenden.

Was ist passiert? Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD eigentlich versprochen, das BAföG zu verbessern. Der Zuschuss für die Miete sollte von 380 auf 440 Euro steigen, und auch der Grundbetrag von 475 Euro sollte langsam erhöht werden. Jetzt hat die zuständige Ministerin Dorothee Bär (CSU) in einem Interview gesagt, sie glaubt nicht mehr daran, dass das klappt. Sie findet, wenn an anderen Stellen gespart wird, kann man nicht gleichzeitig mehr Geld für Studierende ausgeben. Außerdem meint sie, es sei kein Problem, wenn Studierende nebenbei jobben – das gehöre dazu.

Wer hilft? Die SPD ist richtig sauer auf Bär. Die SPD-Politikerin Wiebke Esdar sagt, Bärs Aussagen seien einfach falsch. Das Geld für die Reform sei längst mit dem Finanzminister abgesprochen. Auch die Grünen, die Linke und das Deutsche Studierendenwerk kritisieren Bär heftig. Sie sagen: Studierende haben jetzt schon oft zu wenig Geld, und wenn das BAföG nicht steigt, können sich bald nur noch Leute mit reichen Eltern ein Studium leisten. Das Forschungsministerium selbst sagt, es arbeite weiter an der Reform und wolle sie Ende Juli ins Kabinett bringen.