Ein Gericht hat den Plan für ein neues Red Bull-Dosenwerk in Baruth gestoppt, weil formelle Fehler vorlagen - jetzt soll alles ein Jahr später starten.

Was ist passiert? In Baruth, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin, will Red Bull zusammen mit dem Safthersteller Rauch eine eigene Dosenfabrik bauen. Dort sollen die typischen roten Dosen direkt neben der Abfüllung hergestellt werden. Doch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat den Bebauungsplan aus formalen Gründen gekippt - es fehlten korrekte Vorgaben zum Lärmschutz. Deshalb startet das Werk nun voraussichtlich erst 2028 statt wie geplant 2027.

Wer hilft? Die Stadt Baruth sagt, die Wasserversorgung der Menschen habe immer Vorrang. Das Landesumweltamt überwacht die Grundwassermengen und sieht bisher keine Übernutzung. Red Bull betont, dass das neue Werk kein zusätzliches Grundwasser brauche, weil gereinigtes Abwasser genutzt und Wasser recycelt werde. Kritiker wie das Ressourcenbündnis Baruth beobachten das Projekt genau und fordern mehr Transparenz. Seit dem 13. Juli können sich Bürgerinnen und Bürger den Plan anschauen und eigene Stellungnahmen abgeben.