Die FPÖ und eine Polizei-Gewerkschaft kritisieren ein neues Dienstzeitmodell, weil viele Polizistinnen und Polizisten dadurch weniger Geld bekommen könnten.

Was ist passiert? Die österreichische Polizei soll ab 2027 ein neues Dienstzeitmodell bekommen. Im Bezirk Gänserndorf startet im September ein Probebetrieb. Das Modell sieht vor, weniger Bereitschaftsstunden zu leisten und viele 24-Stunden-Schichten abzuschaffen. Ein Teil des Gehalts vieler Polizistinnen und Polizisten besteht aber aus Zuschlägen für diese Schichten, zum Beispiel Journaldienst- oder Gefahrenzulagen. Laut einer internen Rechnung könnte ein durchschnittlicher Beamter dadurch mehr als 900 Euro brutto pro Monat verlieren. Die FPÖ Niederösterreich und die AUF – ein freiheitlicher Polizei-Verband – finden das unfair. Der freiheitliche Landesparteichef Udo Landbauer nennt die Reform einen „Frontalangriff auf die Polizei“ und wirft Innenminister Gerhard Karner vor, an der Polizei sparen zu wollen. Die Polizei-Gewerkschafterin Irene Eisenhut sagt, die Stimmung in der Polizei sei gerade so schlecht wie nie. Außerdem fehlten in Österreich rund 4.000 Polizistinnen und Polizisten.