Die EU will ihren neuen Langzeit-Haushalt bis Ende 2034 festlegen – doch Deutschland und andere Länder streiten heftig darüber, wie groß er sein darf und wer dafür zahlt.

Stell dir vor, du verwaltest eine WG-Kasse für 450 Millionen Menschen – so ähnlich funktioniert der EU-Haushalt. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, von 2028 bis Ende 2034 rund 1,98 Billionen Euro auszugeben. Klingt nach viel Geld? Ist es auch. Mit dem Geld sollen zum Beispiel Bauern, ärmere Regionen und Programme für mehr Wettbewerbsfähigkeit bezahlt werden.

Nun gibt es aber Streit: Bundeskanzler Friedrich Merz findet den Plan zu teuer und fordert, etwa 400 Milliarden Euro weniger auszugeben. Länder wie Frankreich und Italien wollen dagegen neue gemeinsame Schulden aufnehmen – das sind Kredite, die alle EU-Staaten zusammen zurückzahlen würden. Deutschland lehnt das strikt ab.