Am 1. Juli 2026 hat Irland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen und bestimmt damit für sechs Monate, worüber die EU-Staaten verhandeln.
Stell dir die EU wie ein großes Klassenteam mit 27 Mitschülerinnen und Mitschülern vor. Jedes halbe Jahr darf ein anderes Land den Vorsitz übernehmen und sagt: „Diese Themen sind mir gerade besonders wichtig." Diesmal ist Irland dran – ein Inselstaat mit rund 5,4 Millionen Menschen, der bereits zum achten Mal diese Rolle übernimmt. Schon der vorherige Vorsitz von Zypern, ebenfalls eine Insel, ist gerade zu Ende gegangen.
Irland hat drei große Themen gesetzt: Wettbewerbsfähigkeit (also: wie bleibt die EU-Wirtschaft stark?), Werte (zum Beispiel Demokratie und Grundrechte) und Sicherheit (Verteidigung und Aufrüstung). Taoiseach Micheál Martin, der irische Premierminister, bringt es auf den Punkt: „Diese drei Kernthemen - Wettbewerbsfähigkeit, Werte und Sicherheit - sind eng miteinander verbunden und verstärken sich gegenseitig".
