Die Junge Union in Brandenburg will, dass der Landeshaushalt stärker zusammengestrichen wird – auch bei den Beamten.
In Brandenburg wird gerade über den Haushalt für die Jahre 2027 und 2028 verhandelt. Die Landesregierung aus SPD und CDU hat vor, etwa 700 Stellen in der Verwaltung abzubauen. Das bedeutet: In den nächsten Jahren sollen Hunderte Menschen, die beim Land arbeiten, ihren Job verlieren – zum Beispiel in Ministerien oder Behörden. Nicht betroffen sind Polizei, Gerichte, Schulen und die Finanzverwaltung.
Laura Strohschneider ist die Chefin der Jungen Union in Brandenburg. Die Junge Union (JU) ist die Jugendorganisation der CDU. Sie sagt: 700 Stellen seien zu wenig, es müsse mehr gespart werden. Außerdem findet sie, dass Beamte – also Menschen mit besonderem Status im öffentlichen Dienst – eine Stunde mehr pro Woche arbeiten sollten, also 41 statt 40 Stunden. Ob das wirklich kommt, ist noch nicht entschieden. Zurzeit verhandeln die Landesregierung und die Gewerkschaften darüber.
Das Ganze ist auch deswegen schwierig, weil ein Gericht in Karlsruhe entschieden hat, dass Beamte mehr Geld bekommen müssen. Dadurch entstehen dem Land Mehrkosten zwischen 300 und 600 Millionen Euro. Gleichzeitig sollen die Personalausgaben laut Koalitionsvertrag aber um fünf Prozent sinken – ein Widerspruch, der politisch diskutiert wird.
