Ein Plan aus Berlin soll den sogenannten Unterhaltsvorschuss kürzen – Brandenburgs Sozialminister René Wilke findet das falsch.

Was ist passiert? Familienministerin Karin Prien (CDU) will weniger Geld für Alleinerziehende ausgeben. Konkret soll der sogenannte Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 16. Geburtstag gezahlt werden, statt bis zum 18. Das ist Geld vom Staat, das alleinerziehende Mütter oder Väter bekommen, wenn der andere Elternteil keinen oder zu wenig Unterhalt für das Kind zahlt. Schon jetzt gibt es Streit darüber.

Wer hilft? Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) hat sich klar gegen den Plan gestellt. Er sagt: Trefft lieber die Elternteile, die ihren Unterhalt nicht zahlen, statt die Kinder und ihre Mütter oder Väter. Er fordert, dass der Staat härter gegen säumige Elternteile vorgeht. Außerdem sagt er, dass die Bundesländer aufpassen müssen, damit Jugendliche nicht in die Grundsicherung abrutschen und ihre Ausbildung gefährdet wird.

Was kannst du tun? Wenn du merkst, dass deine Familie betroffen ist oder sein könnte, rede mit deinen Eltern darüber. Ihr könnt euch bei der zuständigen Behörde informieren, welche Leistungen euch zustehen. Wenn deine Schule oder Ausbildung gefährdet scheint, gibt es Beratungsstellen, die helfen können. Auch Jugendorganisationen und Sozialverbände setzen sich dafür ein, dass der Unterhaltsvorschuss erhalten bleibt – dort kannst du dich engagieren oder dich informieren.