Zwei Politiker aus Österreich und Italien wollen, dass die EU ihre Fördergelder weiter direkt an die Regionen zahlt – und nicht über die nationalen Regierungen.
Du hast vielleicht schon mal gehört, dass die EU viel Geld an Regionen und Länder verteilt. Das ist die sogenannte Kohäsionspolitik. Damit sollen ärmere Regionen aufholen, aber auch stärkere Regionen bei Innovation und Wirtschaft unterstützt werden. In Bozen haben nun Johanna Mikl-Leitner aus Niederösterreich und Arno Kompatscher aus Südtirol gesagt: Bitte macht das nicht anders. Sie wollen, dass die Regionen auch ab 2028 selbst entscheiden dürfen, wofür sie das Geld ausgeben.
Mikl-Leitner und Kompatscher haben bei dem Treffen deutlich gemacht, warum sie sich sorgen. Wenn die EU-Gelder künftig stärker über nationale Regierungen laufen, haben die Regionen weniger Mitsprache. Sie sagen: Regionen kennen ihre eigenen Probleme am besten – zum Beispiel in der Wirtschaft, bei der Infrastruktur oder bei der Bildung. Eine zentrale Vergabe über die Hauptstädte würde das aus ihrer Sicht schwächen.
