Große Online-Shops wie Amazon und Zalando wehren sich gegen eine neue Steuer auf Pakete, die ab Herbst kommen soll.
Stell dir vor, du bestellst online ein neues T-Shirt oder ein Spiel. Ab September könnte auf jedes Paket von großen Händlern eine Extra-Steuer von über zwei Euro dazukommen. Die Regierung will damit Geld einnehmen, weil sie gleichzeitig die Steuer auf Lebensmittel wie Brot und Milch senkt. Das klingt erstmal fair, oder?
Doch genau dagegen laufen Firmen wie Amazon, Zalando und eBay jetzt Sturm. Sie sagen: Die neue Steuer ist unfair, weil sie fast nur ausländische Online-Händler trifft. 14 von 15 betroffenen Firmen sitzen nämlich im Ausland. Amazon spricht von einer "faktischen Diskriminierung" und hat rechtliche Bedenken. Auch das Versandhaus Otto hat schon mit einer Klage gedroht.
Selbst innerhalb der Regierung gibt es Streit. Das Wirtschaftsministerium findet den Plan des Finanzministeriums nicht gut und hat "europarechtliche Bedenken". Es fürchtet, dass Österreich als Standort für Firmen einen schlechten Ruf bekommt. Die Post wiederum glaubt, dass die Online-Shops die Steuer einfach auf die Preise draufschlagen – das würde dann dein Paket teurer machen.
