Ein Gericht in Tschechien hat entschieden, dass Präsident Petr Pavel zum NATO-Gipfel nach Ankara reisen darf – zumindest vorerst.
Stell dir vor, deine Schule schickt eine Klasse zu einem wichtigen Wettbewerb, aber die Schulleitung will dich nicht mitnehmen. Genau so ähnlich war es diese Woche in Tschechien. Ministerpräsident Andrej Babiš sagte am Montag, Präsident Petr Pavel solle nicht zur offiziellen Delegation gehören, die zum NATO-Gipfel in die türkische Hauptstadt Ankara reist. Das fand Pavel nicht in Ordnung und ging vor das Verfassungsgericht.
Das Verfassungsgericht ist so etwas wie die oberste Regelwächterin eines Landes. Es schaut, ob die Regierung und andere wichtige Stellen sich an die Verfassung halten. In diesem Fall sagte das Gericht: Präsidenten früherer Jahre sind immer mit zu NATO-Gipfeln gefahren, und außerdem läuft am Freitag eine wichtige Anmeldefrist ab. Deshalb gab es eine vorläufige Erlaubnis für Pavel, damit er mitfliegen kann.
