In Tschechien haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sender gegen Pläne der Regierung gestreikt, die Rundfunkgebühren abzuschaffen.
Was ist passiert? In Tschechien haben am 22. Juni 2026 tausende Beschäftigte der öffentlich-rechtlichen Sender – also des Fernsehens (ČT) und des Radios (ČRo) – für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Der Grund: Die Regierung unter Premierminister Andrej Babiš will die Rundfunkgebühren abschaffen und die Sender stattdessen direkt aus dem Staatshaushalt bezahlen. Damit wären die Sender bei jeder Budgetentscheidung vom Wohlwollen der Politik abhängig. Am Tag davor hatten sich schon mehrere tausend Menschen vor dem Sendergebäude in Prag versammelt, um zu protestieren. Auf Plakaten stand zum Beispiel: "Eine freie Gesellschaft braucht freie Medien" und "Wir wollen kein Regierungsprogramm".
