Österreich findet den neuen EU-Haushaltsplan zu teuer und will, dass deutlich weniger Geld ausgegeben wird.
Stell dir vor, deine Familie hat ein großes Budget für den Urlaub – und alle werfen Vorschläge in den Raum, was man damit machen könnte. Genauso läuft es gerade in der EU. Die Mitgliedstaaten verhandeln über den Haushalt für die nächsten sieben Jahre (2028 bis 2034). Insgesamt geht es um rund 1,948 Billionen Euro – das ist eine unfassbar große Zahl. Die zyprische EU-Ratspräsidentschaft hat einen Vorschlag gemacht, wie viel Geld ausgegeben werden soll. Österreich sagt: Das ist uns viel zu viel.
Europaministerin Claudia Bauer von der ÖVP hat vor dem Treffen der Finanzminister in Luxemburg klare Worte gefunden. Die Einsparungen gegenüber dem ersten Entwurf der EU-Kommission seien gerade einmal zwei Prozent. Das nannte sie bildhaft einen „Tropfen auf den heißen Stein“. Für Österreich sei der Vorschlag „absolut keine Landezone“ – also kein Ort, an dem man landen wolle. Österreich will mehr sparen, weil das Land selbst gerade mit einem Doppelbudget zu Hause den Gürtel enger schnallt.
