In Österreich wird gerade darüber verhandelt, ob kleinere Bezirksgerichte zusammengelegt werden sollen – vier davon stehen in Tirol.

Stell dir vor, du musst für einen Gerichtstermin in eine weit entfernte Stadt fahren, weil das kleine Gericht bei dir um die Ecke geschlossen wurde. Genau darüber wird in Österreich gerade diskutiert. Bundesweit stehen 16 Bezirksgerichte auf einer Liste, vier davon in Tirol: Silz, Rattenberg, Landeck und Telfs. Das bedeutet, dass dort vielleicht bald keine Verfahren mehr stattfinden und die Mitarbeiter:innen an andere Gerichte wechseln würden.

Die Regierung will mit solchen Zusammenlegungen Geld sparen – rund drei Millionen Euro pro Jahr, sagt das Justizministerium. Außerdem sollen manche Fälle, die bisher von einem Schöffengericht (also einem Gericht mit Richter:innen und Laienrichter:innen) entschieden wurden, künftig von einem Einzelrichter oder einer Einzelrichterin bearbeitet werden. Das soll die Gerichte schneller machen. Das Justizministerium hat aber auch versprochen, dass keine Jobs in der Justiz verloren gehen. Wer an einem betroffenen Standort arbeitet, soll an einem anderen Gericht weiterarbeiten können.