Im Schuljahr 2025/26 gibt es in Österreich so viele Suspendierungen wie noch nie – doch ab dem nächsten Jahr soll ein neues Programm helfen.
Mehrere Bundesländer verzeichnen heuer mehr Suspendierungen als im ganzen letzten Schuljahr, bevor das Semester überhaupt zu Ende ist. Wien führt normalerweise die Statistik an, diesmal sind Daten aus Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich, Kärnten und Vorarlberg besonders auffällig. Gründe sind unter anderem eine wachsende Schülerzahl und eine stärkere Sensibilisierung im Umgang mit Konflikten und Gewalt, wie die Wiener Bildungsdirektorin erklärt.
Bisher wurden betroffene Schülerinnen und Schüler oft einfach nach Hause geschickt. Bildungsminister Christoph Wiederkehr kritisierte, dass viele von ihnen dann in Einkaufszentren oder Parks unterwegs waren – ohne Begleitung, ohne Unterricht, ohne Perspektive. Genau hier setzt das neue Programm an, das ab dem kommenden Schuljahr österreichweit starten soll. Es heißt „Suspendierungsbegleitung“ und richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die länger als vier Tage suspendiert werden. Insgesamt sind bis zu 20 Stunden vorgesehen, je zur Hälfte für Reintegration und Unterricht.
