In Wien werden Friedhöfe zu Orten für Yoga, Spaziergänge und sogar Partys – darüber wird jetzt heftig diskutiert.
Was ist passiert? Am Meidlinger Friedhof in Wien gibt es seit Kurzem einen eigenen Weg für "Silent Walking" – das ist leises Spazierengehen, oft mit Kopfhörern und ohne Musik. Dazu wurden 140 neue Bäume gepflanzt, es gibt Bänke zum Plaudern und sogar Geräte, mit denen ältere Menschen ihr Gleichgewicht trainieren können. Das Ganze hat 35.000 Euro gekostet. Am Zentralfriedhof ist das Angebot noch viel größer: Dort kann man Yoga machen, Konzerte besuchen, mit dem Bummelzug fahren, E-Bikes ausleihen, Kräuter kennenlernen und sogar in einer Kirche eine "Silent Disco" feiern. Verantwortlich dafür ist die Firma Friedhöfe Wien GmbH. Sie will mit diesen Angeboten erreichen, dass die Friedhöfe auch dann genutzt werden, wenn sich immer mehr Menschen andere Bestattungsformen wünschen als ein klassisches Grab.
