Am Meidlinger Friedhof in Wien wurden Fitnessgeräte aufgestellt, und jetzt diskutiert die ganze Stadt darüber, ob das eine gute Idee ist.

Stell dir vor, du gehst über einen Friedhof und siehst plötzlich Fitnessgeräte zwischen den Grabsteinen. Genau das ist auf dem Meidlinger Friedhof in Wien passiert. Die Stadt hat dort einen etwa 800 Meter langen Rundweg gebaut, den sogenannten Silent-Walk-Rundweg. Entlang des Weges stehen jetzt Trainingsgeräte und ein Plauderbankerl, also eine Bank, auf der man sich unterhalten kann. Das ganze Projekt hat mehr als 35.000 Euro gekostet.

Viele Leute finden das gar nicht gut. Sie sagen: Ein Friedhof ist ein Ort, an dem Menschen um Verstorbene trauern und sich erinnern. Da passen Fitnessgeräte einfach nicht hin. Politiker von der FPÖ und der ÖVP finden das respektlos gegenüber den Toten und finden, dass das Geld anderswo besser verwendet wäre. Sie sagen auch, dass Wien gerade an vielen Stellen sparen muss und die Lebenshaltungskosten für viele Menschen steigen.