Die österreichische Regierung kann sich nicht einigen, wie sie Zeitungen und Online-Medien in Zukunft mit Geld unterstützen will – darum liegt ein großes Förderpaket vorerst auf Eis.
Die Regierung wollte am Freitag ein Paket vorstellen, das Medien in Österreich helfen soll. Geplant waren unter anderem 25 Millionen Euro, damit Zeitungen – auch in entlegenen Regionen – weiter zugestellt werden können, und 20 Millionen Euro, damit Verlage ihre Angebote ins Internet bringen können. Außerdem waren 10 Millionen Euro für Programme eingeplant, die Kindern und Jugendlichen helfen, gute Medien von schlechten zu unterscheiden – Stichwort Medienkompetenz.
Der Knackpunkt: Die ÖVP möchte, dass auch Gratiszeitungen Geld aus diesem Topf bekommen. Die SPÖ unter Medienminister Andreas Babler findet das nicht in Ordnung. Deshalb wird vorerst nichts beschlossen. Beide Seiten reden noch miteinander, aber eine Lösung ist nicht in Sicht.
