Beim letzten Stierlauf des San-Fermín-Festes in Pamplona wurden zehn Menschen verletzt – vier davon schwer durch Hörner von Stieren.

Stell dir vor: Jeden Morgen um acht Uhr rasen in einer Stadt in Spanien mehrere hundert Leute vor wütenden Stieren durch enge Gassen. Genau das passiert gerade in Pamplona beim San-Fermín-Fest. Beim letzten Rennen am Dienstag wurden zehn Menschen verletzt. Vier davon wurden von den Hörnern der Stiere aufgespießt. Unter den Verletzten waren auch ein 86-jähriger Mann aus Großbritannien und ein Deutscher. Ein US-Amerikaner lief als Joker verkleidet mit dem Handy in der Hand – das ist gegen die Regeln. Die Polizei hat ihn festgenommen.

Viele Menschen helfen direkt vor Ort. Sanitäter stehen entlang der Strecke bereit und bringen Verletzte sofort ins Krankenhaus. Tierschutzorganisationen wie PETA protestieren friedlich gegen die Tradition und klären über das Leid der Tiere auf. In spanischen Städten gibt es immer mehr Demonstrationen und Online-Kampagnen, die sich für ein Ende der Stierkämpfe einsetzen. Auch die Regionalregierung veröffentlicht offizielle Zahlen, damit die Öffentlichkeit sieht, was bei den Rennen passiert.