Der Autobauer Stellantis, zu dem auch Opel gehört, hat im zweiten Quartal 2026 wieder deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als im Jahr davor.
Insgesamt wurden 1,6 Millionen Autos verkauft, zehn Prozent mehr als im schwachen Vorjahr. Den größten Sprung gab es in Nordamerika: Dort legten die Verkäufe um 38 Prozent zu. In Europa, dem größten Markt nach Stückzahl, stiegen sie immerhin um 5 Prozent. Der Konzern hatte im Vorjahr einen Rekordverlust von 22,3 Milliarden Euro gemeldet, vor allem weil alte Modelle und Plattformen abgeschrieben werden mussten.
Der neue Chef Antonio Filosa stellt die Strategie um. In den USA setzt er wieder stärker auf große Autos mit Verbrennungsmotor, also SUVs und Pickups der Marken Jeep und Ram. Außerdem will er die Investitionen auf die Kernmarken Jeep, Ram, Peugeot und Fiat bündeln. Die Europa-Sparte soll dagegen kleiner werden und weniger Autos produzieren.
An der Börse in Paris legte die Stellantis-Aktie zeitweise leicht um 0,34 Prozent auf 4,8575 Euro zu. Verschiedene Banken bewerten das Unternehmen derzeit unterschiedlich: Die Deutsche Bank sieht Stellantis als Halteposition, Berenberg empfiehlt den Kauf, Bernstein stuft als Marktniveau ein und JP Morgan als neutral. Was das für die nächsten Quartale bedeutet, wird sich zeigen.
