Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal 2026 weltweit deutlich weniger Autos verkauft als im Vorjahr, weil der wichtige Markt China eingebrochen ist.

Stell dir vor, dein Lieblingsladen verkauft plötzlich viel weniger Süßigkeiten als sonst – so ähnlich geht es gerade Volkswagen. Im zweiten Quartal 2026 (April bis Juni) hat der Konzern rund 2,1 Millionen Autos verkauft, das sind 8,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders krass: In China, dem wichtigsten Markt für VW, sind die Verkäufe um 36,6 Prozent abgestürzt. Das bedeutet, es wurden dort nur noch 424.300 Autos ausgeliefert.

Aber es gibt auch gute Nachrichten. In Europa wächst das Interesse an Elektroautos. Marco Schubert, der bei Audi den Vertrieb leitet und für den gesamten VW-Konzern zuständig ist, sagt: Fast ein Drittel der europäischen Bestellungen bei VW sind inzwischen reine Elektroautos. Die Bestellungen für E-Autos sind im Vergleich zum Ende des letzten Jahres sogar um mehr als 50 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden in Europa knapp 6 Prozent mehr E-Autos ausgeliefert als zuvor – über 200.000 Stück.

Auch bei anderen Herstellern sieht es ähnlich aus. BMW verkaufte 4,9 Prozent weniger, Mercedes-Benz 6 Prozent weniger. Nur Mini konnte zulegen, mit einem Plus von 17 Prozent. Die ganze Branche steht unter Druck: Neue Zölle von US-Präsident Donald Trump machen den Autobauern das Leben zusätzlich schwer. Hildegard Müller, Chefin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), sagt: „Unsere Kostenstruktur hier ist im Vergleich zu anderen Produktionsstandorten schon in Europa oftmals viel zu teuer. Und deshalb braucht es konsequente Reformen“.