Der Autobauer Audi hat im zweiten Quartal 2026 deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Vorjahr, und auch die Konkurrenten Mercedes und BMW melden Rückgänge.

Audi gehört zum Volkswagen-Konzern und hat zwischen April und Juni 2026 rund 367.139 Autos ausgeliefert. Das sind 8,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Es ist bereits der dritte Rückgang in Folge. Besonders schlecht lief es in China und in den USA.

Als Grund nennt Audi den harten Wettbewerb in China. Dort kämpfen viele einheimische Elektroautohersteller um die Käuferinnen und Käufer, die Preise sind stark gefallen, und die staatliche Förderung hat sich verändert. Auch steigende Spritpreise haben den Markt belastet.

Die Konkurrenz hat ähnliche Probleme: Mercedes-Benz verkaufte 6 Prozent weniger Autos, BMW insgesamt knapp 5 Prozent weniger. Die Kernmarke BMW verlor sogar 7,7 Prozent. Die gesamte deutsche Premiumliga steht damit unter Druck.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: In Westeuropa gingen bei Audi mehr Bestellungen ein als im Vorjahr, nämlich 7 Prozent mehr. Besonders beliebt waren die Modelle Q3 und A6 e-tron, also auch ein Elektroauto.

Analysten von Banken beobachten die Entwicklung genau. RBC Capital Markets bewertet die Volkswagen-Aktie weiterhin positiv, Jefferies empfiehlt sie zum Kauf, und JP Morgan bleibt neutral. Der Druck auf Audi, mit neuen Modellen und günstigeren Preisen gegenzuhalten, wächst.