Die Steiermark plant drei große Facharztzentren, in denen mehrere Arzt-Fachrichtungen unter einem Dach arbeiten – die Bundespolitik soll das Modell übernehmen.
In der Steiermark soll sich in den nächsten Jahren viel verändern. Dort plant die Landesregierung gleich drei neue Facharztzentren: in der Weststeiermark, im Norden von Graz und in Graz selbst. Ein Facharztzentrum bedeutet, dass mehrere Fachärzte – etwa für Augen, Haut oder Herz – an einem Ort zusammenarbeiten. So müssen Patientinnen und Patienten nicht mehr für jede Untersuchung in eine andere Praxis fahren. Gesundheitsreferent Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) hat der Bundesregierung angeboten, die Steiermark zur Pilotregion für solche Zentren zu machen, also zum ersten Testgebiet.
Viele Projekte laufen schon. An manchen Spitalsstandorten fehlen Geburten oder Operationen für einen eigenen Vollbetrieb, deshalb arbeitet die Steiermark mit dem Nachbarland Salzburg und mit Oberösterreich zusammen. So können kleinere Spitäler erhalten bleiben und trotzdem genug Patientinnen und Patienten versorgen. Außerdem baut das Land mit der Krankenkasse ÖGK bereits 26 Primärversorgungsstellen auf – das sind Team-Praxen, in denen Hausärztinnen, Pflegekräfte und Therapeutinnen gemeinsam arbeiten. Bis 2030 sollen es 40 werden.
