Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich im Parlament für Zwangsadoptionen entschuldigt, die zwischen 1949 und 1976 in England und Wales stattfanden.
Was ist passiert? Zwischen 1949 und 1976 wurden mehr als 180.000 Babys von Müttern, die nicht verheiratet waren, in England und Wales zwangsweise zur Adoption freigegeben. Die Mütter wurden eingeschüchtert oder getäuscht und glaubten, keine andere Wahl zu haben. Am 2. Juli 2026 hat Premierminister Keir Starmer sich im Unterhaus in London im Namen des Staates entschuldigt. Er nannte das Geschehene einen Schandfleck in der Geschichte Großbritanniens.
Wer hilft? Viele Aktivistinnen und Aktivisten haben jahrelang darüber gesprochen und das Schweigen gebrochen. Auch eine Gruppe namens „Movement for an Adoption Apology“ hat sich lange für eine Entschuldigung eingesetzt. Der Gemeinsame Ausschuss für Menschenrechte im britischen Parlament hatte schon vorher eine staatliche Entschuldigung gefordert. Schottland hatte sich bereits 2023 entschuldigt, jetzt folgte die Regierung für England und Wales.
