Premierminister Keir Starmer hat einen grossen Verteidigungsplan vorgestellt, bei dem Drohnen im Mittelpunkt stehen und fast 60.000 neue Jobs entstehen sollen.

Was ist passiert? Die britische Regierung hat ein neues Verteidigungspaket im Wert von 15 Milliarden Pfund vorgestellt. Davon soll rund ein Drittel, also etwa fünf Milliarden Pfund, in Drohnen fliessen. Drohnen sind kleine, oft unbemannte Fluggeräte, die zum Aufklären oder für Angriffe genutzt werden. Die Armee bekommt zum Beispiel schon bald kleine Propellerdrohnen und Drohnen, die feindliche Drohnen abfangen sollen. Geplant sind auch autonome Kampfflugzeuge, die zusammen mit normalen Jets fliegen, sowie Unterwasserdrohnen, die U-Boote aufspüren können. Vorbild ist die Ukraine, die mit günstigen Drohnen teure Panzer und Schiffe ausschalten konnte. Mit dem Plan will Grossbritannien bis 2030 etwa 2,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben, bis 2035 sogar 3,5 Prozent.

Wer hilft mit? Viele Akteure ziehen an einem Strang: Die Schatzkanzlerin Rachel Reeves und der neue Verteidigungsminister Dan Jarvis haben den Plan mitgetragen, obwohl es vorher grossen Streit über das Geld gab. Andy Burnham, der als möglicher nächster Premierminister gilt, hat den Plan unterstützt und fordert, dass mehr in britische Fabriken und Produktion investiert wird. Auch die Industrie ist eingebunden: Am Tag der Ankündigung besuchte Starmer die Drohnenfirma Malloy Aeronautics in Maidenhead. Geplant sind ein eigenes Drohnentestzentrum und eine Task Force, die die Drohnenproduktion im Land hochfährt. Durch das Programm sollen fast 60.000 neue Arbeitsplätze entstehen.