Großbritannien plant, in den nächsten Jahren sehr viel mehr Geld in seine Streitkräfte zu investieren – vor allem wegen Bedrohungen aus Russland.

Premierminister Keir Starmer hat angekündigt, dass Großbritannien in den nächsten vier Jahren rund 298 Milliarden Pfund in sein Militär steckt. Das sind umgerechnet etwa 340 Milliarden Euro – eine riesige Summe. Pro Jahr sollen die Verteidigungsausgaben von 54 auf 80 Milliarden Pfund im Jahr 2029 steigen. Das sei, so Starmer, die größte Erhöhung seit dem Ende des Kalten Krieges.

Auch wenn die Entscheidung in London getroffen wurde, wirkt sie weit über Großbritannien hinaus. NATO-Generalsekretär Mark Rutte nannte den Plan „einen guten Schritt" in Richtung des Ziels, das die NATO-Länder sich gesetzt haben. Rutte sagte zudem, eine stärkere britische Verteidigung bedeute mehr Sicherheit für alle. Gleichzeitig gibt es Kritik: der Militärexperte Richard Barrons warnte, die Investitionen reichten nicht aus, um auf einen möglichen Krieg vorbereitet zu sein.