Nach heftigen Unwettern in mehreren Provinzen Chinas suchen Rettungskräfte nach Vermissten und bringen Tausende Menschen in Sicherheit, während sich das Land auf einen weiteren Sturm vorbereitet.

Was ist passiert? Seit dem Wochenende hat starker Regen Teile Chinas unter Wasser gesetzt. In der südchinesischen Provinz Guangxi brach ein Stauseedamm, weshalb die Stadt Hengzhou mit rund 900.000 Einwohnern überflutet wurde. Mindestens sechs Menschen starben dort, etwa 130.000 wurden in Sicherheit gebracht. In der nördlichen Provinz Gansu verschüttete ein Erdrutsch nahe der Stadt Longnan mehrere Dörfer; dabei kamen nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua 21 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Wanderarbeiter in der Landwirtschaft. Zudem fegte am Montag ein Tornado durch Ortschaften der Provinz Hubei und hinterließ in der Stadt Huanggang ein Bild der Verwüstung.

Wer hilft? Überall in den betroffenen Gebieten sind Rettungsteams im Einsatz: Feuerwehrleute, Soldaten und kommunale Einsatzkräfte befreien Menschen aus überfluteten Häusern und bringen Verletzte in Krankenhäuser. In Hengzhou haben sich Bewohnerinnen und Bewohner zusammengeschlossen, um die bis zu 900 entwichenen Schlangen, darunter giftige Kobras, aus den Fluten einzufangen. Auch Spendenaufrufe laufen: Viele Menschen sammeln Trinkwasser, Decken und Geld, damit die Betroffenen versorgt werden können.