Ein früherer Geheimdienstmitarbeiter wurde verurteilt, weil er für Russland spioniert hat – jetzt streiten Staatsanwaltschaft und Verteidigung über die Höhe der Strafe.
Was ist passiert? Der 53-jährige Egisto Ott hat jahrelang geheime Daten aus Polizeicomputern an den russischen Geheimdienst FSB weitergegeben. Er bekam dafür Geld und half sogar, ein Laptop mit streng geheimen Informationen aus einem EU-Land nach Moskau zu schicken. Ein Gericht in Wien verurteilte ihn zu vier Jahren und einem Monat Haft. Das reicht der Staatsanwaltschaft aber nicht – sie will eine härtere Strafe, bis zu fünf Jahre. Otts Anwältin dagegen findet die Strafe zu hoch und legte ebenfalls Berufung ein. Das Urteil ist also noch nicht endgültig.
Wer hilft? Die österreichische Justiz nimmt Spionage sehr ernst. Dass die Staatsanwaltschaft ein höheres Strafmaß fordert, zeigt: Sie will abschrecken und deutlich machen, dass solche Taten nicht toleriert werden. Auch der Richter und die Geschworenen haben einstimmig entschieden – das stärkt das Vertrauen in den Rechtsstaat. Zudem wurden weitere Verdächtige verurteilt, was zeigt, dass die Behörden genau hinschauen.
