Im Mai schliefen so viele Leute in Österreichs Hotels wie nie zuvor in einem Mai, im Juni aber läuft es nicht überall gleich gut.

Im Mai 2026 haben so viele Menschen in Österreichs Hotels und Pensionen übernachtet wie noch nie in einem Mai seit Beginn der Statistik. Laut Statistik Austria waren es 12 Prozent mehr Nächtigungen als im Mai des Vorjahres. Das klingt nach einem super Start in den Sommer.

Aber Georg Imlauer, der Chef der Hotel-Sparte in der Wirtschaftskammer, sagt: Der Juni ist "sehr durchwachsen". Das bedeutet: In den Städten kommen Gäste, in den Ferienregionen am Land aber weniger als erhofft. Insgesamt sei die Buchungslage "noch ausbaufähig", also noch verbesserungswürdig.

Imlauer sieht mehrere Gründe: Die Leute geben weniger Geld vor Ort aus, etwa im Restaurant oder im Spa-Bereich. Außerdem steigen die Kosten für die Hotels, zum Beispiel für Personal, Energie und Bürokratie. Deshalb läuft gerade auch eine schwierige Verhandlung über höhere Löhne: Die Arbeitgeber haben 3,4 Prozent mehr Lohn für die untersten Gehaltsgruppen angeboten, die Gewerkschaft hat das bisher nicht angenommen.

Für Salzburg fordert Imlauer, den Tourismus besser zu steuern. Viele Tagesgäste kommen mit Bussen in die Stadt, ähnlich wie in Venedig. Sein Vorschlag: Bustickets am Busterminal nur für mindestens vier bis sechs Stunden vergeben, damit die Stadt nicht überfüllt wird. Imlauer hofft außerdem, dass im Juli noch Buchungen dazukommen, damit die Sommersaison am Ende doch ein gutes Ergebnis bringt.