FIFA-Boss Gianni Infantino möchte die Fußball-Weltmeisterschaft noch größer machen – von 48 auf 64 Mannschaften. Wir erklären dir, was das bedeuten würde.
Stell dir vor, bei einer Fußball-WM spielen statt 48 plötzlich 64 Teams mit. Genau das schlägt FIFA-Präsident Gianni Infantino vor. Aktuell wird die WM gerade erst von 32 auf 48 Mannschaften vergrößert. Die nächste WM findet in Spanien, Portugal und Marokko statt. Eine weitere Vergrößerung wäre also ein riesiger Schritt in nur wenigen Jahren.
Infantino sagt: „Wenn man kleineren Nationen nicht die Chance gibt, an einer WM teilzunehmen, dann nimmt man ihnen den Antrieb, sich zu verbessern.” Damit meint er, dass Länder wie Curaçao oder Kap Verde, die jetzt schon dabei sind, sich durch eine WM-Teilnahme weiterentwickeln können. Curaçao hat allerdings gegen Deutschland 1:7 verloren – das zeigt, dass der Abstand zur Weltspitze oft noch groß ist.
Wenn 64 Teams mitspielen, könnten Afrika statt 9 bald 13 Teams schicken, Asien statt 8 oder 9 dann 12 und Ozeanien sogar 2 statt 1. Mehr Länder wären also dabei, und für viele Fans wäre das ein Grund zum Feiern. Aber: Bei 64 Teams gibt es in jeder Gruppe nur zwei Plätze für die nächste Runde – das macht die Gruppenphase härter.
Es gibt aber auch Probleme. Für 128 Spiele bräuchte man 20 bis 25 Stadien. Aktuell nutzt die WM nur 16 Stadien. Ein einzelnes Land könnte eine 64-Team-WM fast nicht allein ausrichten. Entweder dauert das Turnier dann rund sechs Wochen oder es müssten bis zu sechs Spiele pro Tag stattfinden – und das ist für Spieler und Fans ziemlich anstrengend.
