FIFA-Boss Gianni Infantino hat gesagt, dass eine Fußball-WM mit 64 Mannschaften möglich wäre – entschieden wird aber erst nach der aktuellen WM.
Stell dir vor, bei einer Fußball-WM spielen nicht 48, sondern 64 Mannschaften mit. Genau darüber redet gerade FIFA-Präsident Gianni Infantino. Er hat im Interview mit dem Schweizer Sport-Portal blue Sport gesagt: „Nach der WM müssen wir überlegen, auf jeden Fall." Eine Entscheidung soll es aber erst nach dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada geben, das gerade läuft.
Infantino findet, dass nicht nur Europa und Südamerika bei einer WM dabei sein sollten. „Die ganze Welt" müsse von einer WM-Teilnahme träumen dürfen, sagte er. Für kleine Länder sei ein größeres Turnier eine Chance und ein Ansporn, besser zu werden. Er lobt auch die Qualität der Teams bei der aktuellen WM: „extrem hoch" und „wird höher, höher und höher, überall auf der Welt".
Es gibt aber auch Kritiker. Sie sagen: Mehr Teams bedeuten mehr Spiele und mehr Belastung für die Spieler. Außerdem werfen Menschenrechtsorganisationen wie FairSquare der FIFA vor, dass kleine Verbände vom Geld des Weltverbands abhängig sind. Das sei ein „struktureller Mangel".
Wer entscheidet am Ende? Das FIFA-Council, ein Gremium aus Funktionären. DFB-Präsident Bernd Neuendorf ist dort Mitglied. Aus Europa, Asien und Nordamerika kommt laut Berichten Widerstand gegen eine weitere Vergrößerung. Die UEFA hat aber schon ein neues Qualifikationsformat vorbereitet, das mehr Teams ermöglichen würde.
