Bei der Fußball-WM 2026 sind acht der zehn einwohnerstärksten Länder nicht dabei – aber es gibt Wege nach vorn.

Die WM 2026 steht vor der Tür, doch eine Sache fällt sofort auf: Acht der zehn bevölkerungsreichsten Länder der Welt fehlen. Nur die USA und Brasilien sind mit dabei. China schaffte es trotz riesiger Bevölkerung erneut nicht in die Endrunde. Indien, Bangladesch, Indonesien, Pakistan, Nigeria, Äthiopien und Russland sind ebenfalls nicht qualifiziert. Das zeigt, wie groß der Abstand zwischen Fußballgroßmächten wie Argentinien oder Frankreich und vielen anderen Ländern noch immer ist.

Doch es gibt überall Ansätze, die Lage zu verändern. In Bangladesch hat sich kürzlich zum ersten Mal eine Frauenmannschaft für den Asien-Cup qualifiziert. Der Verband feierte das mit dem Satz: "Macht euch bereit, Asien, Bangladesch ist auf der Fußball-Landkarte angekommen!" FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte, "müsse doch die ganze Welt von der WM träumen dürfen und nicht nur Europa und Südamerika". Außerdem brachte er eine Vergrößerung des Turniers auf 64 Teams ins Gespräch. In Indien lief 2014 die Profi-Liga Indian Super League an, um den Fußball stärker zu machen. Und selbst aus den großen Ländern spielen heute Profis wie Kevin Diks bei Borussia Mönchengladbach oder Maarten Paes bei Ajax Amsterdam, die als Vorbilder für junge Talente dienen.