In der Nacht auf Sonntag spielt die Schweiz im WM-Viertelfinale gegen Argentinien – und das ausgerechnet im Stadion eines NFL-Teams.
Stell dir vor: Du spielst das wichtigste Spiel deines Lebens – und das Stadion ist voller Fans vom Gegner. Genau so geht es der Schweizer Mannschaft gerade. Im „Arrowhead Stadium" in Kansas City, eigentlich das Zuhause der Kansas City Chiefs (ein American-Football-Team), treffen die Schweizer auf Argentinien. Dort werden wohl mehr als 50.000 argentinische Fans in den Tribünen sitzen. Auf dem Schwarzmarkt kostete die billigste Karte über 600 Franken – so begehrt ist das Spiel.
Die Schweiz hat allen Grund, selbstbewusst zu sein. Sie steht erstmals seit 1954 wieder unter den besten acht Mannschaften der Welt. Im Achtelfinale hat sie Kolumbien im Elfmeterschießen besiegt. Trainer Murat Yakin sagt: „Es wird ein gigantisches Spiel für uns." Kapitän Granit Xhaka, der mittlerweile in England beim FC Sunderland spielt, meint: „Wir können den Weltmeister herausfordern."
Auf der anderen Seite steht Argentinien – der aktuelle Weltmeister. Der bekannteste Spieler ist Lionel Messi. Er ist 39 Jahre alt und hat über die Hälfte aller argentinischen Tore bei dieser WM erzielt. Messi ist eine lebende Legende. Xhaka sagt über ihn: „Es ist ein Privileg, in derselben Ära wie er zu spielen."
Aber Argentinien ist nicht unschlagbar. Im Achtelfinale lag das Team gegen Ägypten schon 0:2 zurück – und hat dann noch 3:2 gewonnen. Auch gegen Kap Verde brauchte Argentinien die Verlängerung. Trainer Yakin hat also recht: „Argentinien ist nicht unbesiegbar."
