Die Bundesregierung plant, die feste Vergütung für kleine Solaranlagen ab 2027 schrittweise auslaufen zu lassen.
Wenn du auf dem Dach deines Hauses Solarstrom erzeugst und ins Stromnetz einspeist, bekommst du heute 20 Jahre lang einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Das nennt man Einspeisevergütung. Das Bundeswirtschaftsministerium will diese Regel nun ändern: Ab dem 1. Januar 2027 soll die Vergütung nicht sofort gestrichen, sondern über drei Jahre hinweg abgesenkt werden. Danach müssen Betreiber ihren Strom selbst verkaufen oder einen Vermarkter beauftragen.
Die wichtigsten Akteure: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU sagt, es solle eine "Überförderung" abgeschafft und mehr auf den Markt gesetzt werden. Aus der SPD kommt Kritik: Nina Scheer, energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, findet, dass eine reine Übergangszahlung nicht genug Sicherheit für Investitionen bietet. Auch Verbände aus der Erneuerbare-Energien-Branche warnen, dass weniger private Investitionen und gefährdete Arbeitsplätze drohen.
