Eine neue Studie zeigt: Wenn du an die Wirkung eines Medikaments glaubst, kann es tatsächlich besser helfen.
Forscher haben ein Experiment gemacht: 61 Leute mit Depressionen bekamen ein Nasenspray, das nur Salzwasser enthielt.
Einmal wurde ihnen gesagt, es sei nur Placebo, einmal, es sei ein stimmungsaufhellendes Oxytocin-Mittel.
Als sie dachten, es sei etwas Wirksames, fühlten sie sich besser und sahen mehr fröhliche Gesichter in Bildern.
In einem zweiten Teil wurden 45 Patienten bei ihrer echten Antidepressiva-Behandlung beobachtet. Jede Woche sagten sie, wie sehr sie an die Wirkung glaubten.
Die Leute, die in einer Woche mehr Vertrauen hatten, ging es in der nächsten Woche oft besser.
Besonders stark war dieser Effekt bei denen, die schon im ersten Experiment gut auf die positive Erwartung reagiert hatten.
Forscher nennen das 'individuelle Erwartungssensitivität'. Das bedeutet, manche Menschen nehmen positive Signale stärker auf und setzen sie in bessere Gefühle um.
Warum ist das für dich wichtig?
Auch wenn du keine Antidepressiva nimmst, zeigt die Studie, wie mächtig deine Erwartungen sein können – zum Beispiel, wenn du vor einer Prüfung an dich selbst glaubst.
