In der Slowakei hat ein Referendum über die Wiedereinführung einer Sonderstaatsanwaltschaft klar das nötige Quorum verfehlt, weil nur etwa 15 Prozent der Wahlberechtigten abstimmten.
In der Slowakei wurde am Samstag abgestimmt. Auf dem Plan standen zwei Fragen: Soll es eine Sonderstaatsanwaltschaft und eine Nationale Kriminalbehörde geben? Und soll die lebenslange Pension für ehemalige Regierungschefs abgeschafft werden? Eine Sonderstaatsanwaltschaft ist eine besondere Behörde, die sich um schwerwiegende Fälle wie Korruption kümmert.
Damit eine Volksabstimmung in der Slowakei gültig ist, müssen mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten mitmachen. Das nennt man ein Quorum. Nach Auszählung von 82 Prozent der Wahllokale zeigte sich aber, dass nur etwa 15 Prozent der Leute ihre Stimme abgegeben haben. Das offizielle Endergebnis sollte am Vormittag folgen, doch es war bereits klar, dass die Abstimmung für ungültig erklärt werden würde.
